Die Idee und das Konzept für den Film »AMI«

Die Idee für den Film »AMI« entstand im Sommer 2017 im Zuge von Jana Stüvens ehrenamtlichen Engagement bei der Hamburger Tafel. Obwohl sie Annemarie Dose nie kennenlernte – denn Ami verstarb kurze Zeit nachdem Jana bei der Tafel zu arbeiten begann – hatte die Geschichte der Volksdorfer Powerfrau sie doch nachhaltig beeindruckt. Über die Hamburger Tafel entstanden so im Sommer 2017 erste Kontakte zu Amis Familie und im Frühjahr 2018 wurde das erste Mal gedreht.

Der Film »AMI« entstand als unabhängiges und selbstfinanziertes Projekt in enger Zusammenarbeit mit Amis Familie, Freund*innen und Kolleg*innen. Sie alle berichten über die einzigartige Frau, die Hamburg so nachhaltig geprägt hat. Da die Arbeiten zu dem Film nach dem Tod von Annemarie Dose begannen, kommt nun gerade diesen Interviews die Aufgabe zu, Ami vor dem Auge des Publikums erscheinen zu lassen.

Daneben führt der Film »AMI« die Zuschauer*innen unter auch in den Geburtsort von Annemarie Dose, in das ehemalige und heutige Zuhause der Hamburger Tafel und mit einem weißen Sprinter quer durch Hamburg. Es gilt das Leben und das Wesen einer Frau nachzuvollziehen, die selber nicht mehr erzählen kann.

(Dokumentar-)Film AMI - Mit Steffen im Gespräch über Annemarie Dose
Mit Steffen in Sörnewitz

Wer war denn nun Ami?

Annemarie »Ami« Dose wurde 1928 in Sörnewitz geboren und verließ als junge Erwachsene den Osten über die grüne Grenze Richtung Hamburg. Nach mehreren Anstellungen auf dem Weg, wie etwa auf einem Bauernhof und in einem Krankenhaus, wurde sie in einer Reformhaus-Familie als Arbeitskraft aufgenommen. Dort lernte sie bald den Familienfreund Herbert Dose kennen. Die beiden heirateten und bauten schließlich ein Eigenheim in Hamburg-Volksdorf. Dort gestaltete Ami bis in die 1990er Jahre vorrangig als Mutter und Hausfrau ihren Alltag.

Im Jahr 1993 starb Herbert und Amis Leben geriet aus den Fugen. Doch nach einem Jahr der Trauer, begann sie einen neuen Lebensabschnitt, der alle überraschen sollte. Mit Hilfe der Hinz&Kunzt startete sie den Verein Hamburger Tafel. Mit viel Charme, Mut, Engagement und Initiative wurde die Tafel schnell größer und zu einem Vollzeitjob, der sie bis zu ihrer letzten Minute beschäftigen sollte.

Technische Details

Dauer: 79 Minuten
Drehzeitraum: März 2018 bis Februar 2019
Filmformat: Digital 2160p25 (4K) Stereo
Kamera: Sony A7S und Sony A6300
Objektive: Sigma ART und Canon Primes
Audio: Sennheiser AVX (MKE2) und Oktava MK 012 (Steropaar)
Postproduktion: DaVinci Resolve und Adobe Audition

Eindrücke aus dem Film »AMI«

»Der Film ist eine liebevolle Mischung aus Anekdoten von engen Freunden und Familienmitgliedern und Reportage-ähnlichen Szenen über den gemeinnützigen Verein Hamburger Tafel e.V. … Es wird viel gelacht, es gibt die ein oder andere Träne.« FINK.Hamburg


(Dokumentar-)Film AMI - Claus, Fahrer bei der Hamburger Tafel
Auf Tafeltour mit Claus
(Dokumentar-)Film AMI - Charlotte und Rike, Enkelinnen von Annemarie "Ami" Dose
Die Enkelinnen Rike (links) und Charlotte (rechts) im Interview
Auf der Fahrt nach Sörnewitz, zu Amis Geburtsort
Das Filmteam auf der Fahrt nach Sörnewitz
Mit Rainer bei der Hinz&Kunzt für den Film AMI
Mit Rainer bei der Hinz&Kunzt